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Germar's Year Down Under

by Germar Reitze
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Melbourne, Victoria

Wednesday, 20 May 2009

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Jetzt bin ich schon seit zwei Wochen in Melbourne und muss sagen, dass mir diese Stadt immer besser gefällt. Ich bin in einem Hostel in St. Kilda, einem der beliebtesten Vororte Melbournes mit eigenem Strand und einer ziemlich guten Bar und Kneipen Szene. Mit der Tram sind es nur ca. 15 Minuten bis in die Innenstadt und um Abends auszugehen ist hier alles was man sich wünscht vorhanden. Tags über hab ich, je nach Wetter, entweder die doch recht zahlreichen Museen besucht, oder bin durch den Hafen oder einen der Parks gelaufen.

Vor ein paar Tagen hat die Rockband der Melbourne Police vor der State Library ein kostenloses Konzert gegeben. Normal denkt man ja bei Polizei so eher an Blaskapelle oder ähnlichem. Aber die haben wirklich gerockt! In der National Gallery of Victoria hab ich eine private Führung von einem Ordner und Kunststudenten bekommen, nachdem ich ihm erzählt hatte, dass ich Architekt bin. Die National Gallery hat eine ziemlich umfangreiche Sammlung „alter" europäischer Meister. War sehr gut.

Ich hab auch schon zwei Tagestouren unternommen. Die erste Tour war über die Great Ocean Road zu den Twelve Apostels. War als Tagestour ziemlich stressig, da man kaum Zeit hatte, sich was anzugucken. Wir sind immerhin an einem Tag rund 600 km mit dem Bus gefahren. Aber es war sehr schön. Ich hab wilde Koalas und Kängurus gesehen. Und die Felsen der Twelve Apostels sind ziemlich beeindruckend. Was Wasser über Millionen von Jahren doch für eine Kraft hat! Eventuell ergibt sich heute Abend noch, dass ich nochmal da hinfahren werde, mit mehr Zeit und danach auch noch um ein paar tausend Kilometer weiter. Mal schauen.

Die zweite Tour war zur Phillip Irland zur Penguin Parade. Die Tour war nen bisschen entspannter, aber auch nicht ganz so gut wie die Erste. Wir waren erst auf einer Farm, oder ehrer einem Streichelzoo mit Koalas und Emus und handzahmen Kängurus und Wolebys. Zum Sonnenuntergang, sind wir dann zu einem Park gefahren, in dem man dann die kleinen Pinguine beobachten konnte. Aber das war ziemlich kommerziell aufgezogen. Da sind bestimmt 30 Busse mit Touris hin gefahren, die dann alle auf einer Tribüne am Strand verfrachtet wurden. Fotografieren oder filmen war strengstens Verboten und überall standen Ordner herum, die peinlichst genau drauf achteten, dass auch ja niemand eine Kamera oder auch nur ein Mobiltelefon draußen hatte, mit der Begründung, man würde mit dem Blitz die armen Tierchen erschrecken... Aber ihre Flutlichter erschrecken die kleinen Pinguine nicht?? Naja, wenn man den Preis gesehen hat, den sie im Infocenter dafür nahmen, dass sie eine Fotomontage von dir und den Pinguinen machten, war eigentlich klar warum die so peinlichst darauf achteten. Der wahre Grund war nicht das Blitzlicht, sonder die 6 Dollar pro Foto, die sie bekamen. Die Pinguine selber waren aber ziemlich putzig. Die kommen nach Sonnenuntergang immer in ihrer Familiengruppe zusammen aus dem Meer und warten da, bis alle zusammen sind. Dann geht es im Entenmarsch die Dünen hinauf, wo sie sich dann putzen und in ihren kleinen Höhlen verschwinden. Echt witzig.

Am Samstag Abend war ich IMax und hab mir auf der größten Leinwand der südlichen Erdhalbkugel den neuen StarTrek angesehen. Ist mit „normalen" Kino absolut nicht zu vergleichen. Da kann man jede Pore im Gesicht der Darsteller erkennen... Wahnsinn.

Computermäßig hab ich mittlerweile auch aufgerüstet. Ständig in Internetcafes zu laufen und da min. 2,50 A$/Stunde zu lassen war mir doch nen bisschen zu doof. Daher hab ich mir nen schnuckeligen 10" Laptop mit zugehörigem Internet Zugang übers Mobilfunknetz zugelegt. Auf das ganze Jahr gerechnet wird mich das günstiger kommen als in den Internetcafes. Außerdem gibt es überall auch kostenlose drahtlose Internetzugänge. Daher ist der Federation Square mittlerweile zu meinem beliebtesten Platz geworden. Da sitze ich abends jetzt immer und lade mir kostenlos größere Dateien runter oder quatsche über Skype. Heute hab ich aber zum bloggen am Strand gesessen.

Mittlerweilen hab ich auch angefangen meine weiteren Schritte zu planen. Wie bereits im letzten Blog erwähnt zieht es mich wegen des Wetters doch erstmal weiter nördlich. Nachdem ich angefangen hatte, mir eine Tour über Alice Spring inkl. Uluru weiter nach Cains und dann auf dem Landweg zurück nach Brisbane zu planen, hab ich am Montag abend eine wohl wesentlich spannendere Option bekommen. Zwei Engländer wollen mit ihrem eigenen Wagen die Westküste rauf bis nach Perth fahren und haben noch zwei Plätze in ihrem Auto frei. Ich werd die beiden wahrscheinlich heute Abend noch treffen. Hoffentlich klappt das. Muss mir dann zwar noch Camping Ausrüstung zulegen, aber das sollte dann kein Problem sein. Anfang Juni soll es los gehen.

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